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Easy Guide to Shibari in Tokyo

 

Japanisches Fesseln ist in Deutschland sehr populär. Einer der Gründe ist sicher Osada Steve, der als erster und bisher einzige Ausländer den Namen eines bekannten japanischen Meisters verliehen bekommen hat. Immer noch lebt, arbeitet und unterrichtet er in Tokio und ist gerade für deutsche Shibari-Begeisterte eine super Anlaufstelle. Er kocht aber nicht nur sein eigenes Süppchen, sondern hat engen Kontakt zu vielen neuen und alten Meistern aus der Szene wie Nawashi Kanna, Naka Akira, Yagami Ren usw..

 

Gerade zurück aus Tokyo, möchte ich Euch hier einmal zusammenstellen, wie einfach es ist direkt an der Quelle Shibari zu lernen und gleichzeitig Einblick in eine fremde Kultur und Subkultur zu bekommen.

Japan ist sicher eins der exotischsten Erste-Welt-Länder die man besuchen kann. Die Kultur, das Essen, die Geschichte und die Einkaufsmöglichkeiten halten am Tag für jeden etwas bereit. Und in der Nacht gibt es unzählige Möglichkeiten in die Subkultur abzutauchen. Normalerweise sind die Möglichkeiten aber für Touristen begrenzt. Viele der Highlights verstecken sich in den oberen Etagen von Bürogebäuden, in Hinterhöfen, in Kellern oder engen Gassen.

Hier ein kleiner Guide um bei Eurem nächsten Urlaub das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden ;-)

 

Planung vor der Reise

Wer in Japan Shibari lernen möchte und in die dortige Seilszene abtauchen will, muss gar nicht so viel planen. Einfach Osada Steve über seine Homepage anschreiben und nach offenen Terminen fragen. Für die Zeit des Unterrichts kann man auch im Studio SIX übernachten. Dazu später mehr. Steve kümmert sich auch um ein Model für das Training.

Die Sprache ist kein Problem. Steve spricht ja deutsch.

 

Sonst muss im Vorfeld nur wenig organisiert werden. Bei Einreise erhalten Deutsche ein Touristenvisum vor Ort. Man füllt im Flugzeug eine Karte aus und gibt diese ab. Sehr unkompliziert.

 

Ich empfehle allerdings sich vorher einen Wifi-Router zu bestellen, der dann am Flughafen bereit liegt. Ohne Internet finden nicht mal Japaner in Tokyo eine unbekannte Adresse ;-). Verschiedene Angebote bekommt man über die Flughafen Homepage Narita oder Haneda.

 

Checkliste:

  • Trainingstermine mit Osada Steve ausmachen
  • Wifi-Router bestellen

 

Der Flug und die Anreise

Der Flug von Deutschland nach Tokyo dauert ca. 12 h. Direktflüge sind natürlich teurer und können z.B. ab Frankfurt oder Düsseldorf gebucht werden. Wenn Ihr rechtzeitig bucht und nicht gerade zur Kirschblütenzeit im Ende März/Anfang April fliegen wollt, seid ihr mit 700-900 Euro für Hin und Rückflug dabei. Wer es günstiger möchte, bucht einen Flug für ca. 500 Euro mit Zwischenstopp z.B. in Peking bei AirChina. Die Reisezeit ist mit 17 h immer noch vertretbar.

In Tokyo gibt es zwei Flughäfen. Haneda ist näher an der Innenstadt aber ist gibt auch von Narita gute Shuttle-Verbindungen direkt nach Ikebukuro, ein Stadtteil von Tokio. Hier ist das Studio SIX in der Nähe des Bahnhofs.

 

Die Unterkunft

Wenn Ihr im Studio SIX übernachtet, wird Steve euch einen Schlüssel hinterlegen. Mit dem könnt Ihr dann kommen und gehen wann ihr wollt. Bettzeug und Handtücher könnt braucht ihr nicht mitzubringen. Leider gibt es dort keine Dusche. Aber nur wenige Minuten entfernt gibt es Möglichkeiten für 500 Yen (ca. 4 Euro) zu duschen. Siehe Karte.

Wenn Ihr etwas mehr Komfort sucht, bietet Ikebukuro alle Möglichkeiten von Airbnb bis zum Hotel. Da der letzte Zug leider schon ca. um 0.20 Uhr fährt, macht es wenig Sinn in einem anderen Stadtteil zu wohnen, solange man noch Unterricht im Studio SIX hat. Das gemütliche Gammeln und Fachsimpeln nach dem Training ist dann zu schnell vorbei.

 

Die Sprache

In Tokyo kann man mit Englisch ohne Probleme überleben. Aber große Konversation gibt es mit Japanern damit selten. Steve kann ggf. übersetzen.

Google Translator zusammen mit Wifi kann die Schriftzeichen gut und sogar live übersetzen. Für den Notfall gibt es in manchen Taxis einen Übersetzerservice.

 

Die Finanzen

Bisher habe ich immer bar oder mit Kreditkarte gezahlt. Einige Bankautomaten nehmen keine ausländischen Kreditkarten an. Aber in der Post und in den Touristengebieten gibt es kein Problem. Kostet ggf. ein paar Euro Gebühr.

 

Essen und Trinken

Abseits der Touristenstraßen gibt es viele Möglichkeiten günstig zu essen. Zu Not kann man sich aber auch aus dem japanischen „Späti“ (Konbini) ernähren. Hier gibt es 24/7 Sushi, Reis, Getränke usw.

Günstiger ist ein Supermarkt. Selber kochen macht nach meiner Meinung keinen Sinn, weil zu teuer.

Für Veganer und Vegetarier gibt es ein nettes Restaurant in der Nähe von Studio SIX. Steve isst dort gerne mal Pancakes.

 

Es gibt einen günstigen Konbini und chinesisches Take-out im Gebäude vom Studio SIX:

  • Flasche Wasser 2 l ca 1 Euro
  • Cola 500 ml ca 90 Cent
  • Reisdreieck mit Füllung  ca 1 Euro
  • Bento Box mit Reis und Fleich oder Fisch (Mittagessen) 2,60 Euro
  • Pizza zum Mitnehmen um die Ecke 9 Euro

 

Abendgestaltung

Wenn ihr bei Steve Unterricht nehmt, wird er mit euch nach dem Training bestimmt mal durch die Stadt streifen. Essen gehen, Fesselbars besuchen oder in ein japanisches Striptheater.

Auch gibt es immer mal wieder größere SM Veranstaltungen oder Partys die sehenswert sind. Z.B. Departement H am 1. Samstag im Monat. Salons, Fesselveranstaltungen von verschiedenen Lehrern, gibt es eigentlich jeden Abend.

Bei den meisten Salons oder Bars zahlt man einmal einen Preis und hat dann All inclusive Getränke für eine bestimmte Zeit. Preis je nach Bar 5000 bis 9000 Yen (40-70 Euro). Frauen zahlen weniger

 

Die Tagesgestaltung

Da das Training meist am Abend stattfindet, habt ihr den Tag frei für Sightseeing. Ikebukuro, der Stadtteil in dem das Studio SIX liegt, hat an Shopping und Sightseeing ein paar Sachen zu bieten. Tripadvisor hilft weiter. Es ist auch ein guter Navigationsstart da es nicht zu sehr überlaufen ist.

Mit der Bahn kommt ihr vom Ikebukuro HBF in alle Stadtteile. Wer es einfach haben will bleibt immer auf der grünen Yamanote Linie. Die fährt im Kreis und hält an den wichtigsten Sightseeing Punkten wie Shibuja, Shinjuku, Ueno, Akihabara usw.. Für die Navigation braucht ihr eine App, z.B. Japan Travel von Navitime. Ikebukuro ist der zweitgrößte Bahnhöfe der Welt mit mehreren Ausgängen. Die App sagt euch sogar welchen Ausgang ihr zu eurem Ziel nehmen müsst.

 

Checkliste:

  • Termin bei Osada Steve ausmachen, ggf. Anzahlung
  • Wifi, Flug und ggf. Unterkunft im Voraus buchen
  • checken ob Kreditkarte japanfähig ist
  • Apps runterladen (Japan Travel, Yen/Euro Rechner, Tripadvisor….)
  • kleine Gastgeschenke besorgen (schön verpackte Schokolade, Pralinen usw.)
  • Seil einpacken
  • losfliegen

 

Bei weiteren Fragen wendet euch gerne an mich...

 

 

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