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Handhöhe im Gote

Bei den meisten Oberkörperfesselungen kann man die Höhe der gefesselten Hände hinter dem Körper variieren. Von ganz hoch, wie beim reverse prayer, bis ganz tief ist alles möglich. Das sieht nicht nur cool aus, sondern kann auch nützlich sein.

Bei Beschwerden an den Oberarmen kann die Variation der Hand-Höhe eine Verbesserung bringen. Je höher die Hände gefesselt sind, desto mehr wird der Oberarm nach innen gedreht. Dadurch verändern auch die Nerven des Armes ihre Position relativ zu den Seillagen.

(Dabei kann man sich leider nicht auf Markierungen, z.B. ropemarks, an der Haut verlassen. Besonders der Radialis-Nerv ist im zweiten und dritten Drittel am Knochen fixiert. Man kann das leicht ausprobieren. Einfach den Oberarm des Partners mit beiden Händen umfassen. Dieser kann dann immer noch den Arm um über 90° in der Achse verdrehen. Die Haut bleibt am Platz, der Weichteilmantel und der Knochen inklusive Nerv drehen sich weg.)

Allerdings gibt es bei der Veränderung der Hände ein paar Sachen zu beachten.

Bestimmt ist den meisten schon aufgefallen, dass z.B. bei face down suspension häufig Spannung auf die Handschlaufe kommt, ohne direkten Zug. Die Oberarme werden hinter dem Körper zusammengedrückt und die Unterarme scheren zusammen. Durch die Handschlaufe können sie nicht ausweichen und es entsteht Zug. Darum setzt Osada Steve hier häufig einen slip knot auf die Handschlaufe. Wenn die Spannung zu groß wird, kann man die Schlaufe „einfach“ öffnen ohne den Rest völlig aufgeben zu müssen (nicht ganz einfach, denn die Handschlaufe ist eigentlich Teil der oberen Lage).

Das Scheren nach unten passiert allerdings nur, wenn die Handgelenke am Anfang unterhalb der Ellbogen gefesselt werden. Wenn eine hohe Handposition gewählt wird, drückt es die Unterarme nach oben und die Handschlaufe wird eher entlastet (ist trotzdem nicht angenehmer für das Model, aber es kann sich gegebenenfalls am Hinterkopf kratzen ;-)).

Besonders beachten muss man die Handposition bei der vertikalen Suspension (wirklich vertikal ist sie meist nur am Pfahl /Hashira, aber egal). Hier wird zuerst über das Tsuri-Seil Zug auf die Handschlaufe ausgeübt, bevor die Lagen die Last aufnehmen.

Wenn hier die Hände unterhalb der Ellbogen gefesselt werden, kommt es durch den Zug an der Handschlaufe über den Stamm zu einem Auseinanderweichen der Oberarme. Bis die Hände die Höhe der Ellbogen überschritten haben, erhöht sich erstmal die Spannung an den Oberkörperlagen!!!

Jeder hat natürlich eine individuelle Grenze, wie hoch die Hände hinter dem Rücken gehen können. Optimaler Weise nimmt die Oberkörperlage die Last auf, bevor diese Grenze überschritten wird ;-))

Wenn die Hände direkt hoch gefesselt werden (was bei manchen bunnys möglich ist), reduziert sich erst durch ein vertikales Tsuri-Seil die Spannung der Oberkörperlagen leicht (die Oberarme werden zusammengezogen).

Natürlich sind das nur Tendenzen. Es hängt von der Vorspannung der Fesselung ab, um wieviel cm sich die Höhe der Hände verändert. Aber wenn man Spannung auf das Tsuri-Seil bringt sollte man daran denken, dass sich Spannung nicht nur in vertikaler oder horizontaler Richtung verändert.

Viel Spaß beim Experimentieren.

 

 

 

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